Dienstag, 3. März 2026

Märzenbecher - Die Boten des Frühlings

Ein Beitrag von Lydia Merkel:

Sobald die Kraft der Sonne und die Temperaturen wieder zunehmen, beginnt die Zeit der Frühblüher. Das eher karge Naturbild aus den Wintermonaten gewinnt an Farbe, die Welt wird wieder bunt und lebendig. Neben Krokus und Schneeglöckchen, zählt der Märzenbecher zu den bekanntesten Frühblühern unserer Region. Auf Wiesen in der Nähe von Bachläufen und Flüssen, wie im Polenztal oder entlang des Langenwolmsdorfer Baches, befinden sich besonders große natürliche Vorkommen. Bei Sonnenschein lockt das süßduftende Blütenmeer jedes Frühjahr zahlreiche Besucher und Insekten, wie Bienen und Tagfalter, an.

Neben Märzenbecher (Leucojum vernum) sind Märzglöckchen oder Großes Schneeglöckchen gängige Namen. Wissenschaftlich Frühlings-Knotenblume genannt, gehört der Märzenbecher zur Familie der Amaryllisgewächse. Die zweite Bezeichnung wird abgeleitet von dem auffallenden Fruchtknoten, der sich als eine knotenartige Verdickung des Blütenstiels oberhalb der Blütenglocke befindet. Die weiße Blütenglocke mit den gelbgrünen Flecken auf den Spitzen sowie der veilchenartige Geruch sind typische Erkennungsmerkmale des Märzenbechers. Wie die meisten Frühblüher ist auch dieser hochgiftig.

Durch Umwandlung von naturnahen Wäldern, Entwässerung von feuchten Wiesenflächen, Bodenverdichtung durch intensive Landwirtschaft geht natürlicher Lebensraum verloren. Auch hoher Besucherdruck, Zertrampeln oder Pflücken, schadet den Pflanzen. Nach der Bundesartenschutzverordnung sind Märzenbecher besonders geschützt und auf der roten Liste als gefährdet eingestuft. Sie dürfen weder gepflückt noch ausgegraben werden!

Die kleinen zarten Glöckchen sind also am besten mit gebürtigem Abstand vom Fußweg aus zu bewundern. Ihre Schönheit wirkt unangetastet weit mehr als direkt vor der Linse einer Smartphone-Kamera.

Informationen von Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade zum Wanderweg im Polenztal

 "Seit einer Woche haben wir nun Frühling, nachdem am 22.02. 26 der viele Schnee weggetaut ist.

 Die Bauhöfe beider Städte Stolpen und Hohnstein werden in den kommenden Tagen den Freischnitt des Weges durchführen. Dabei wird das geschnittene Holz links und rechts vom Weg abgelegt. Die Borkenkäferthematik wird uns hier noch einige Jahre beschäftigen.

Die Seilsicherung an dem Steilstück, wo wir die Spende von Radeberger gewinnen konnten, erfolgt durch die Alpintechnikfirma Michael Mütze aus Neustadt/Sachsen. Herr Mütze hat uns versprochen, dass er eine vorübergehende Sicherung anbringen wird, bis die Stahlseile geliefert worden sind und er sie einbauen kann.

 Unmittelbar an der Scheibenmühle haben die Heeselichter in Eigeninitiative und durch Ihre Spendenaktion den Weg an drei Stellen neu befestigt. Auch ein Gewässerdurchlass wurde wieder freigelegt.

 Unsere Tourismus-GmbH der Stadt Hohnstein wird einen Flyer mit den Rundwanderwegen herstellen. Sobald er vorliegt, sende ich Ihnen diesen zu. Die Rundwanderwege werden wieder durch die beiden Ortschaftsräte Cunnersdorf und Heeselicht beschildert und überwacht.", soweit Bürgermeister Daniel Brade.

Fazit der Redaktion: Nach wie vor gilt folgender Hinweis - Die Wegebeschaffenheit zwischen Bockmühle und Scheibenmühle ist ausgesprochen angespannt! Einige Abschnitte des Weges sind aufgrund umgestürzter Bäume äußerst schwer begehbar! Hier ist absolute Vorsicht geboten! Darüber informieren die Wanderwegewarte Johannes und Helmut Venus. 

Der Weg von der Scheibenmühle unterhalb von Heeselicht ( Zeichen roter

Punkt auf weißen Untergrund) bis zur Bockmühle bei Cunnersdorf ist nicht durchgehend begehbar.

Der Weg von der Bockmühle Richtung Scheibenmühle ist bis zur Alubehelfsbrücke möglich.

Wanderzeit ca. 2 Stunden hin und zurück (Wanderzeichen roter Punkt ), dies ist eine Information von Wanderwegewart Johannes Venus, Stolpen.

Sobald uns neue Informationen zur Begehbarkeit des Wanderweges im Polenztal zur Verfügung stehen, geben wir hier auf diesem Blog Bescheid.